Welch wichtiges Thema "Die Ernährung" doch ist!

Was ist denn nun die richtige, was ist die falsche Ernährung?

Seit meinem 18. Lebensjahr beschäftige ich mich mit diesem Thema u. in dieser langen Zeit habe ich mich durch so ziemlich alle Ernährungskonzepte gearbeitet ... einfach, weil ich wissen wollte, womit es mir wirklich gut geht.

Denn das ist das Wichtigste:
Geht es Ihnen gut mit Ihrer Ernährung?
Fühlen Sie sich fit nach dem Essen oder ist Ihnen eher nach Schlafen zumute?
Haben Sie Energie über den ganzen Tag verteilt?
Kommen Sie klar mit drei Mahlzeiten und sind satt oder gibt es zwischendurch Gelüste?
Halten Sie Ihr Gewicht ganz natürlich im Wohlfühlbereich?
Sind und fühlen Sie sich gesund?

Durch das Überangebot an Nahrungsmitteln (=Industriekost)

-Lebensmittel erhalten Leben u. nähren die Zelle - Nahrungsmittel machen nur satt-

ist es heutzutage viel schwieriger zu entscheiden, was ist denn nun wirklich gut oder gesund - als noch vor ca. 200 Jahren (bevor u.a. die Konservendose erfunden wurde.)

Und wir können durch die Globalisierung Nahrungsmittel u. Lebensmittel kaufen, wann immer wir Lust darauf haben ... so etwas wie Erdbeeren im Winter oder exotische Früchte wie Mango, Orange, Kiwi uvm. mit viel Fruchzucker.

Evolutionsbezogen sind wir daran gar nicht angepasst, denn bei uns gibt es nur im Sommer reifes Obst, dann, wenn es warm ist. Im Winter gibt es als Obst höchstens Lageräpfel u. -birnen.

Sehr interessant zu dieser Thematik ist das Buch
"Gefährdete Menschheit - Ursache u. Verhütung von Degeneration"
von Weston Price.

Dieser Zahnarzt hat in den 30igern die Erde bereist u. nach ursprünglich lebenden Völkern gesucht, die noch nicht mit Zucker, Konserven u. Weißmehl in Kontakt gekommen waren, sondern sich ausschließlich von regionaler saisonaler Kost ernährten. Er stellte fest, dass diese Völker alle einen runden Schädel hatten, in den alle Zähne ihren natürlichen Platz einnehmen konnten. Schon nach kurzer Zeit Zivilisationskost kamen die Kinder mit Degeneration auf die Welt, die Schädel waren schmaler u. die Zähne verschoben sich, auch kam es auf einmal zu Karies. Dieses Buch sollte Grundlagenlektüre in den Grundschulen werden, damit unsere Kinder lernen, weshalb die richtige Ernährung so wichtig ist.

Wie oben erwähnt, ist es das Allerwichtigste wieder ein Gespür dafür zu bekommen, was unser Körper wirklich braucht. Da wir alle Individuen sind, kann das sehr unterschiedlich aussehen.

Durch die jahrelange Arbeit mit Metabolic Typing habe ich tagtäglich erlebt welche unterschiedlichen Stoffwechseltypen es gibt. Es gibt Menschen, die mit vegetarischer Ernährung gut klarkommen u. es gibt Menschen, die auch etwas Fleisch brauchen, davon bin ich überzeugt, ich gehöre auch selber dazu. Zudem sehe ich besonders häufig Nährstoffmängel in der Praxis, wenn Menschen vegetarisch oder vegan leben.

Vegetarisch ernähren, heisst nicht, Fleisch weglassen und weiter so essen wie bisher! Besonders vegan ist eine Wissenschaft für sich, sollte z.B. Wildkräuter enthalten und auf keinen Fall Sojaindustrieprodukte. Eine gesunde Ernährung besteht immer aus Lebensmitteln ohne Industrieprodukte mit viel viel BIO Gemüse (und nur sehr wenig Obst).

Und auch die so hippen Smoothies sind für viele völlig ungeeignet, hier wird meist viel Obst mit wenig Gemüse gemischt aus geschmacklichen Gründen, was aber von vielen Gedärmen heute überhaupt nicht vertragen wird. Zudem haben wir unsere Zähne bekommen, um zu kauen und gerade die Kohlenhydrateverdauung (Gemüse, Obst) beginnt eben im Mund. Wenn dieser übergangen wird, fehlt ein wichtiger Schritt. Verdauungsenzyme sind heute zudem häufig Mangelware und führen zu vielfältigen Verdauungsproblemen.

Noch zum Fleischkonsum: Damit meine ich nicht die Unterstützung von Massentierhaltung, sondern bewußten Umgang mit Tieren, die artgerecht gehalten werden u. artgerechte Nahrung fressen dürfen. So wie früher reicht es einmal in der Woche z.B. am Sonntag ein Stück Fleisch zu essen, wenn man unter der Woche ausgewogen gesund isst mit viel viel Gemüse u. viel guten Fetten wie Butter, Olivenöl oder auch Kokos, wer mag.

Auch hier ist es nicht nur wichtig darauf zu achten, was wir essen, sondern besonders in welcher Qualität. Ein gutes Beispiel ist hier die Butter. Es gibt einen deutlichen Unterschied in der Qualität, in den Inhaltsstoffen u. deren Vorteil für uns zwischen einer Butter von Rindern, die ihr Leben nur im Stall stehen, mit Soja, Mais u. Getreide ernährt werden und den Rindern, die auf einer Wiese leben, herumlaufen dürfen u. ausschließlich ihre artgerechte Nahrung in Form von Gras zu sich nehmen dürfen. Die Milch von Weidekühen enthält doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren wie die Milch von Stallkühen. Dementsprechend gesund ist diese Butter.

Und es ist auch ein Unterschied eine Butter zu essen, die von ein paar Weidetieren aus dem Nachbarstall stammen oder von Molkereien, bei denen Milch von Hunderten von Kühen zusammengeschüttet wird.

Wir haben das Glück hier in Franken in einer Region zu leben, in der es noch einige Bauern gibt, von denen man ab Hof Fleisch, Eier, Gemüse und Obst kaufen kann. Unterstützen Sie (wenn Sie das finanziell können) unsere lokalen Bauern und nicht die Supermärkte, die Dumpingpreise machen und damit zum heutigen Elend und Bauernsterben beitragen.

Je mehr weg von der Natur, desto ungesünder für uns.

In der täglichen Praxis häufen sich die Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die durch einen kranken Darm entstehen, der Jahrzehnte zu viel Nahrungsmittel (vor allem Zucker bzw. Süßem) und zu wenig Lebensmittel gesehen hat. Der schon zu früh mit fremdem Eiweiß konfrontiert wurde, der zu viel Medikamente u. Antibiotika ertragen musste und zu viel Stress. 

Es wird Zeit sich wieder zu besinnen auf das, was uns wirklich gut tut und schön ist, dass dies überall in Deutschland geschieht. Es wird wieder mehr auf Gemüse und Obst geachtet, es wird wieder Sauerkraut selber gemacht, es wird nach Saison gegessen und frisch gekocht und das häufig von jungen Menschen, das ist wunderbar. Back to the roots.

Anders geht es nicht als, dass wir wieder mehr darauf achten, was und wie wir essen, dass wir frische Lebensmittel einkaufen (am gesündesten: demeter Bio) u. die Industrieprodukte stehen lassen und vermeiden wo es nur geht. Dass wir wieder täglich frisch kochen und Freude daran haben unseren Körper mit allem zu versorgen, das er braucht.

"Das stärkste Medikament, das uns im Leben begegnet, ist die Nahrung." John van Limburg Stirum

Quellen bzgl. Ernährung:
Albert von Haller "Gefährdete Menschheit - Ursachen und Verhütung der Degeneration"
Dr. Joachim Mutter "Lass Dich nicht vergiften", "Amalgam" und "Grün essen"
William Wolcott "Essen, was mein Körper braucht"
Dr. Jacob "Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts"
Martin Rinderer "WirkKochBuch"


Infos für Menschen aus Erlangen:
Unterstützen Sie bitte unsere regionalen Bauern


Im vergangenen Jahr (2015) gründete sich in Erlangen die Bürgerinitiative

"Solidarische Landwirtschaft Erlangen"

mit dem Ziel, in Kooperation mit heimischen Bauern regionale und ökologische Lebensmittel zu beziehen.

Die Idee folgt den Grundsätzen "Regional, Fair, Transparent". Die Bauern erhalten einen festen Monatsbeitrag, die Teilnehmer beziehen hierfür einen wöchentlichen Ernteanteil. Landwirte können mit den festen Einnahmen für die ganze Saison kalkulieren. Das schafft Sicherheit für den Landwirt.

Die Ernteteilnehmer können wortwörtlich zuschauen, wie und wo ihr Gemüse wächst.

Der enge persönliche Kontakt zwischen den Partnern ist der Garant für einen vertrauensvollen Lebensmittelbezug und steigert nicht zuletzt den Genuss an regionalen Erzeugnissen nach ökologischen Grundsätzen.

Nicht umsonst beschreiben viele Ernteteilnehmer ihre bisherigen Erfahrungen mit den Worten: "Schmeckt wie aus dem eigenen Garten".

Damit das Ganze auch in Zukunft realisierbar bleibt, sucht die Bürgerinitiative engagierte Mitmenschen, die sich über die Solidarischen Landwirtschaft Erlangen informieren möchten oder sich für einen Ernteanteil interessieren.


Artikel vom 5.4.16 der Erlanger Nachrichtein zu unserer Aktion Probeanteil beim Lesecafe Erlangen: So funktioniert solidarische Landwirtschaft 


Und hier der neueste Beitrag von Bayern2:
Solidarische Landwirtschaft in Erlangen
Frisch vom Feld direkt zum Verbraucher, das ist das Grundprinzip der solidarischen Landwirtschaft. Mehrere Menschen bauen gemeinsam mit einem Landwirt Gemüse an und teilen dann die Ernte. Ein Beispiel aus Erlangen.
Von: Ilona Hörath
Stand: 11.11.2016


Kontakt:
info@solawi-erlangen.de
Solawi Erlangen
Webseite des Netzwerkes Solidarische Landwirtschaft e.V.